Minimalistisches Home Office am Abend — Schreibtisch mit Laptop und warmer Tischlampe

Home Office Beleuchtung: Licht zum Arbeiten, Denken und Abschalten

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Gutes Licht im Home Office muss mehr können, als den Raum einfach nur zu beleuchten. Morgens soll es dabei helfen, wach und konzentriert zu arbeiten. Am Nachmittag muss es auch bei Videokonferenzen angenehm wirken. Und nach Feierabend sollte sich derselbe Raum möglichst nicht mehr wie ein Arbeitsplatz anfühlen.

Das Problem ist deshalb selten, dass im Home Office grundsätzlich zu wenig Licht vorhanden ist. Viele Räume haben ein Fenster und eine Deckenleuchte. Für eine angenehme Arbeitsumgebung reicht das jedoch oft nicht aus. Entscheidend ist, woher das Licht kommt, wie hell es ist und ob es zur jeweiligen Tageszeit passt.

Warum Tageslicht ideal ist – und trotzdem nicht ausreicht

Natürliches Tageslicht wird von vielen Menschen als besonders angenehm empfunden. Es verändert sich im Laufe des Tages und unterstützt damit den natürlichen Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe.

Der Schreibtisch steht idealerweise seitlich zum Fenster. Wer direkt vor dem Fenster sitzt, kann geblendet werden. Steht das Fenster hinter dem Rücken, entstehen dagegen leicht störende Spiegelungen auf dem Monitor.

Für Rechtshänder ist Lichteinfall von links meist günstig, für Linkshänder von rechts. So wirft die schreibende Hand weniger Schatten auf die Arbeitsfläche.

Tageslicht allein hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Es lässt sich nicht steuern. Wolken, Jahreszeit und Tageszeit verändern die Helligkeit ständig. Im Winter wird es zudem schon am Nachmittag dunkel. Deshalb braucht nahezu jedes Home Office zusätzliches künstliches Licht.

Welche Farbtemperatur passt zu welcher Tageszeit?

Die Farbtemperatur beeinflusst, ob Licht eher kühl und aktivierend oder warm und beruhigend wirkt. Sie wird in Kelvin angegeben. Höhere Werte wirken kühler, niedrigere wärmer.

Auch der zirkadiane Rhythmus, also unsere innere Uhr, orientiert sich unter anderem am Licht. Deshalb ist es sinnvoll, die Beleuchtung im Laufe des Tages anzupassen.

Morgens und vormittags: etwa 4.000 bis 5.000 K
Neutralweißes bis kühleres Licht passt gut zu konzentrierter Arbeit. Es wirkt klar und ähnelt stärker dem Tageslicht am Vormittag.

Nachmittags: etwa 3.000 bis 4.000 K
Etwas wärmeres Licht wirkt weniger streng, bleibt aber hell genug für Meetings und kreative Aufgaben. Für Videokonferenzen eignet sich häufig ein neutralweißer Bereich um 3.500 bis 4.000 K.

Abends: etwa 2.700 bis 3.000 K
Wer abends noch arbeitet, sollte das Licht wärmer und möglichst etwas dunkler einstellen. So wirkt der Raum weniger aktivierend und der Übergang zum Feierabend fällt leichter.

Smarte LED-Lampen können die Farbtemperatur automatisch nach Uhrzeit verändern. Eine Schreibtischlampe mit mehreren Lichtstufen erfüllt denselben Zweck aber auch, wenn sie morgens und abends von Hand angepasst wird.

Die häufigsten Beleuchtungsfehler im Home Office

Nur die Deckenleuchte verwenden
Eine Deckenleuchte verteilt das Licht im Raum, beleuchtet den Schreibtisch aber nicht immer gezielt genug. Wird sie sehr hell eingestellt, kann das unangenehm wirken. Ist sie zu dunkel, fehlt Licht auf der Arbeitsfläche.

Eine zusätzliche Schreibtischlampe schafft hier Abhilfe. Sie beleuchtet den Arbeitsbereich direkt, während die Deckenleuchte nur für eine gleichmäßige Grundhelligkeit sorgt.

Bei hellem Bildschirm im dunklen Raum arbeiten
Ein heller Monitor vor einem fast schwarzen Hintergrund kann auf Dauer unangenehm für die Augen sein. Der starke Helligkeitsunterschied führt dazu, dass sich die Augen immer wieder an verschiedene Lichtverhältnisse anpassen müssen.

Eine einfache Lösung ist sanftes Hintergrundlicht hinter dem Monitor. Häufig wird dafür ein LED-Strip auf der Rückseite des Bildschirms befestigt, der die Wand dezent aufhellt. Das Licht sollte nicht direkt sichtbar sein und die Wand nur leicht beleuchten.

Kann bewegtes Licht beim Arbeiten angenehm sein?

Manche Menschen empfinden eine sehr langsame, gleichmäßige Lichtbewegung im Hintergrund als angenehm. Sie kann ähnlich wirken wie leises Regenrauschen, Kerzenschein oder der Blick auf bewegtes Wasser.

Ob solche Lichteffekte die Konzentration tatsächlich messbar verbessern, ist bisher nicht ausreichend untersucht. Erkenntnisse zu Pflanzen, natürlichem Ausblick und anderen Elementen einer naturnahen Raumgestaltung lassen sich nicht ohne Weiteres auf animiertes Licht übertragen.

Trotzdem kann ein ruhiger Effekt die persönliche Atmosphäre im Home Office angenehmer machen. Entscheidend ist, dass er nicht direkt im Blickfeld liegt und weder schnell noch sehr hell oder farbintensiv ist.

Wer das ausprobieren möchte, kann eine Effektlampe seitlich oder hinter dem Arbeitsplatz in einer Steh- oder Tischleuchte platzieren. Langsame FlowGlow-Effekte wie Breathing, Aurora oder Candlelight eignen sich dafür besonders gut. Die Geschwindigkeit sollte niedrig und die Helligkeit dezent eingestellt sein.

Die 20-20-20-Regel: eine einfache Pause für die Augen

Auch die beste Beleuchtung ersetzt keine regelmäßigen Pausen vom Bildschirm. Eine bekannte Empfehlung ist die sogenannte 20-20-20-Regel:

Alle 20 Minuten für etwa 20 Sekunden auf etwas schauen, das mindestens 6 Meter entfernt ist.

Dadurch wechselt der Blick von der dauerhaften Nahsicht in die Ferne. Vielen Menschen hilft das, die Augen zwischendurch zu entspannen. Wer die Pause im Arbeitsfluss leicht vergisst, kann sich mit einem Timer am Smartphone oder Computer daran erinnern lassen.

Mit Licht den Feierabend einleiten

Viele Home Offices befinden sich im Wohn- oder Schlafzimmer. Nach der Arbeit bleibt man deshalb oft im selben Raum. Umso wichtiger ist ein sichtbarer Übergang zwischen Arbeitszeit und Feierabend.

Die Beleuchtung kann dabei helfen, dem Raum eine andere Wirkung zu geben.

Arbeitslicht ausschalten
Als Erstes wird die Schreibtischlampe ausgeschaltet. Der Arbeitsbereich tritt dadurch optisch in den Hintergrund.

Das Licht wärmer einstellen
Während tagsüber etwa 4.000 bis 5.000 K angenehm sein können, wirkt am Abend ein Bereich von ungefähr 2.200 bis 2.700 K deutlich gemütlicher.

Andere Leuchten verwenden
Statt Deckenleuchte und Schreibtischlampe können nun eine Stehleuchte, eine Tischleuchte oder Kerzen den Raum beleuchten. Schon die veränderte Position des Lichts lässt dasselbe Zimmer anders wirken.

Wer den Übergang noch bewusster gestalten möchte, kann gezielt gemütliches Licht einsetzen: gedimmtes warmweißes Licht, Kerzenschein oder einen langsamen Lichteffekt. Wichtig ist vor allem der Kontrast zur sachlichen Arbeitsbeleuchtung.

Drei Beleuchtungslösungen für das Home Office

Einfach und günstig

  • Schreibtischlampe mit einstellbarer Farbtemperatur
  • vorhandene Deckenleuchte als Grundbeleuchtung

Damit sind die wichtigsten Aufgaben abgedeckt: gezieltes Licht auf dem Schreibtisch und eine angenehme Grundhelligkeit im Raum. Morgens kann die Schreibtischlampe kühler, am Abend wärmer eingestellt werden.

Komfortabler

  • Schreibtischlampe mit einstellbarer Farbtemperatur
  • dezentes Hintergrundlicht hinter dem Monitor
  • warmweiße Steh- oder Tischleuchte für den Feierabend

Diese Kombination trennt Arbeitslicht und Abendbeleuchtung deutlicher voneinander. Gleichzeitig wird der starke Kontrast zwischen Bildschirm und dunkler Wand reduziert.

Atmosphärisch und automatisiert

  • Schreibtischlampe mit einstellbarer Farbtemperatur
  • Hintergrundlicht hinter dem Monitor
  • smarte LED-Lampen für automatische Veränderungen im Tagesverlauf
  • Effektlampe wie FlowGlow für ruhige Hintergrundeffekte und den Übergang zum Feierabend

FlowGlow kann am Abend beispielsweise einen langsamen Candlelight- oder Aurora-Flow anzeigen. Über Timer und Zeitpläne lassen sich Licht, Farben und Geschwindigkeit passend zum Tagesablauf verändern. Wie ein solcher Tagesverlauf gestaltet werden kann, zeigt der Artikel Lichtstimmungen über den Tag.

Fazit: Gutes Licht verändert den Arbeitstag

Eine angenehme Beleuchtung im Home Office besteht meist aus mehreren Lichtquellen. Tageslicht und eine Schreibtischlampe unterstützen die Arbeit, während eine dezente Grundbeleuchtung starke Helligkeitsunterschiede vermeidet.

Am Abend sollte das Licht wärmer und ruhiger werden. So lässt sich auch in einem Raum, der gleichzeitig zum Arbeiten und Wohnen dient, ein klarer Übergang zum Feierabend schaffen.

Zusätzliche Funktionen wie automatische Zeitpläne oder langsame FlowGlow-Effekte sind kein Muss. Sie können aber dabei helfen, die Beleuchtung leichter an Tätigkeit, Tageszeit und Stimmung anzupassen.


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